Die digitale Vertrauenskultur als Ankerpunkt

Während Begriffe wie Pflege 4.0 und ePflege noch Schlagwörter sind ist die Digitalisierung in den Köpfen vieler Patienten längst angekommen. PIATO macht sich die in den letzten Jahrzehnten entstandene Vertrauenskultur der Informationstechnologien zunutze. PIATO moderiert zwischen Pflegenden und Patienten durch einen einfachen, klar strukturierten Dialog. Der digitale Dialog ergänzt die Pflegekontakte von Angesicht zu Angesicht. Der durch PIATO sensibilisierte Patient kann die vielfältigen Pflegeaufgaben von Pflegenden besser wertschätzen und sich aktiver einbringen.

Ein humanistisches Verständnis von Krankheit und Pflege als Leitbild

PIATO liegt ein humanistisches Verständnis von Krankheit und Pflege zugrunde. Krankheit verweist auf die Bedürftigkeit des Menschseins. Um kranken Menschen in ihrer Bedürftigkeit angemessen zu begegnen, bedarf es nicht nur fachliches Können, sondern auch Empathie. Empathie wiederum braucht als Gegenwert Dankbarkeit und Wertschätzung, damit sie sich erneuern kann. Dies verweist auf ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Ein multimodales Konzept zur Förderung von Sicherheit und Heilung

Auf der Basis langjähriger Erfahrung in der Betreuung und Schulung von Patienten hat PIATO ein multimodales Konzept entwickelt.

PIATO baut mit den Mitteln der digitalen Empathie eine emotionale Beziehung zu Patienten auf. PIATO gibt Patienten ein besseres Verständnis für ihren verletzlichen Zustand und öffnet sie für sich selbst: Für die Ressourcen, die sie durch die Fixierung auf den Zustand des Krankseins selbst nicht aktivieren können. Auf diese Weise trägt PIATO zur psychischen Stabilisierung bei. Dies gelingt umso besser, wenn Pflegekräfte, die von PIATO vermittelten Impulse aufgreifen und im analogen Patientenkontakt bekräftigen. PIATO gibt Pflegekräfte Mittel an die Hand, trotz knapp bemessener Zeit psychisch stabilisierend und heilungsfördernd auf Patienten einzuwirken.

Durch die Beschäftigung mit dem Medium PIATO wird bei Patienten ein positives Eigeninteresse am Körper und an der Gesundwerdung gefördert. Zugleich wird der Blick in Richtung Aktivierung und Heilung gelenkt. Dadurch können Tendenzen der Passivität oder der Krankheitsfixierung überwunden werden. Die Ressourcen und Kompetenzen im Umgang mit Krankheit und Schmerzen werden gestärkt. Dadurch lassen sich Risiken und Komplikationen vorbeugen und heilungsfördernde Prozesse unterstützen. Selbstreflektive Elemente festigen die gewonnenen Erkenntnisse.

Unterstützung der Pflege und Beitrag zum subjektiven Behandlungserfolg

Durch das Medium PIATO ergeben sich eine Vielzahl erwünschter Wirkungen, zum Beispiel:

  1. Die Mitwirkung an der Dokumentation z.B. bezogen auf Schmerzen oder das Befinden entlastet die Pflege und stärkt die Eigenaktivität der Patienten.
  2. Das Sicherheitsdenken gewinnt bei Patienten eine höhere Bedeutung, wodurch die Compliance z.B. zur Handhygiene steigt.
  3. Gezielte Übungen verbessern die Schmerz- und Stresskontrolle und erhöhen den Eigenbeitrag zur Heilung (z.B. Mobilisierung).
  4. Die Kommunikation und die Verständigung (z.B. bei Sprachbarrieren durch Migrationshintergrund) zwischen Patient und Pflege wird erleichtert und die Wertschätzung der Pflege wird gefördert.