Die Module wurden Pflegenden verschiedener Fachabteilungen vorgestellt: u.a. aus Krankenhäusern aus Aachen, Basel, Heidelberg, Günzburg, Karlsruhe, München, Neuwied, Oldenburg, Radebeul und Würzburg. Der Belastungsmonitor wurde zu Testzwecken bearbeitet oder im Schichtdienst ausgefüllt.

Zu den Modulen allgemein:

"Bei den jungen Kollegen, die mit What's App und Facebook aufgewachsen sind, kommt das vermutlich gut an. Wenn sie sich bei dem Patienten einen Dank abholen können, steigt bei ihnen vielleicht sogar das Interesse für die Patienten. Das wäre zu wünschen."

"Die Vorteile für die Pflege sprechen für sich. Aber ob unsere Kinlikleitung dafür ein offenes Ohr hat bin ich mir nicht sicher."

"Erst dachte ich, dass die Module den ohnehin weniger gewordenen Kontakt zum Patienten noch mehr einschränken würden. Aber nachdem ich die Module näher kennengelernt habe, erkenne ich, dass man die Patienten noch gezielter unterstützen kann, weil man sie auf die Informationen und Übungen hinweisen kann."

 

Zum Modul Pflegeruf:

"Den Pflegeruf könnten wir bei uns auf Station gut gebrauchen. Wir haben lange Gänge und gerade in der Nachtschicht mit nur einer Pflegekraft ist das Hin- und Herlaufen schon recht stressig."

"Was mich am Pflegeruf überzeugt ist, das unnötige Laufarbeit wegfällt. Dadurch bleibt mehr Zeit für Patienten. Das Gespräch mit Patienten kommt zu kurz und darunter leiden wir selbst."

"Ich arbeite auf einer geriatrischen Station mit eingeschränkt mobilen Patienten. Etwa 50% der Patienten haben Handys und könnten den Pfegeruf nutzen. Das wäre eine deutliche Entlastung."

 

 

 

 

Zum Modul Patientensicherheit:

"Die Patienten in die Patientensicherheit einzubinden wird vielleicht nicht allen Ärzten und Pflegekräften gefallen. Gleichzeitig ist es ein guter Anreiz z.B. die Hygiene wichtiger zu nehmen. Wir alle wissen, dass es Lücken gibt."

Zum Modul Heilungsförderung:

"Die Patienten und die Angehörigen stärker in die Behandlung einzubinden finde ich eine tolle Idee. Wir haben z.B. ältere, leicht demente Patienten, bei denen es wichtig wäre mehr für die Mobilisation zu tun als wir dies aus Zeitknappheit tun können. Wenn uns Angehörige hier mit den Anleitungen aus dem Modul Heilung unterstützen wollen, wäre das super."

"Wenn in Zukunft Schmerzen von den Patienten elektronisch angegeben und automatisch in der Patientenakte dokumentiert werden, nimmt uns das Arbeit ab. Die gewonnene Zeit können wir gut an anderer Stelle einsetzen."

 

 

 

Zum Belastungsmonitor:

"Nachdem ich den Belastungsmonitor im Schichtdienst über eine gewisse Zeit gemacht habe, wird mir bewusster was mich am meisten belastet. Schon das Ausfüllen hilft mir manche Dinge loszulassen, die ich sonst mit nach Hause nehmen würde."